Da stand er - ein staubiger, stark nach Diesel riechender beiger Toyota Landcruiser 75 - das viel besagte Buschtaxi, direkt neben unserem Springbock auf dem Parkplatz im Sossusvlei. Stolz. Selbstbewusst. Zuverlässig und von über 250'000 km Afrika gezeichnet. Mit Nidwaldner Nummernschild ein Exote im Vlei. Der treuherzige Blick aus den kugelrunden Toyota-Scheinwerfern erinnerte uns an unseren alten Freund Rojito - deshalb war es so ziemlich Liebe auf den ersten Blick.

Wir lernten noch am gleichen Tag Anouschka und Silvio kennen, die das Buschtaxi für 4 Wochen ausgeliehen hatten und über sie auch Björn, der Besitzer welcher damit bis Namibia gefahren war und den Toyota nun wieder in die Schweiz zurückschiffte. Um es kurz zu machen: im Dezember 2006 wurden wir Besitzer eines Buschtaxis namens Mehari.

In der Folge brachte Mehari (arabisch: Reitkamel) den einen Garagisten zur Verzweiflung, den anderen ins Schwärmen und den Experten vom Strassenverkehrsamt ins Grübeln: stehen die Sandbleche zu weit hinaus? Ob Afrikanische Voodoo-Knochen am Rückspiegel zur Sicherheitsausrüstung gehören? Warum bläst das gute Fahrzeug konstant orangen Kalaharistaub aus der Lüftung, auch noch nach viermaliger Komplettreinigung?

Kaum waren dann die umfangreichen Reparaturen, Service und MFK erledigt, stand eine Probefahrt nach Italien an. Bald zeigte sich aber, dass der Kalahristaub in jeder Ritze steckte und so reifte der Entschluss, den ganzen Innenausbau neu zu machen.

Die geplante, grosse Transafrika Reise haben wir mit Mehari nie unternommen, denn bevor sie in die Tat umgesetzt war, hatte sich unser Reiseteam auf vier Personen erhöht. Da wurde es definitv zu eng im Zweiplätzer. Unterdessen fährt Mehari seinen neune holländischen Besitzer zu schönen Plätzen dieser Welt. 

 

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