In anderthalb Tagen sind wir die ganze Strecke von Airlie Beach nach Cairns hochgefahren. Unterwergs gab es nicht allzu viel zu sehen ausser Zuckerrohr, Zuckerrohrbahnen und Zuckerrohrfabriken.

Wir waren dann schon am Samstag um halb drei auf unserem letzten Australischen Camping - einer der grössten die wir besucht haben, 2 Pools und ein Wasserspielplatz. Zur Orientierung wird man auch gleich per Golfwägeli über den Platz chauffiert. Die Girls stürmten den Pool, Papi den Liegestuhl (OK, es gibt auch einen warmen Sprudelpool, wo's wohlig warm ist), Mami kümmerte sich um die zwei Ausflüge welche wir von Cairns aus noch machen wollten. Am Abend dann das letzte Campkitchen-BBQ. Langsam sind die Camping-Tage vorüber und wir sind am fertig brauchen von Vorräten.

Am nächsten Tag bestiegen wir kurz vor acht den Bus, der uns zur Kuranda-Eisenbahn bringen sollte. Allerdings dauerte es dann eine Stunde bis der Bus alle Tour-Teilnehmer eingesammelt hatte. Im historischen Bahnhof von Freshwater rüsteten wir uns noch mit Getränken aus, dann begann die anderthalb stündige Fahrt ins Gebirge. Der Zug macht auf 37 km rund 330 Höhenmeter und die Strecke galt bei der Eröffnung als technische Meisterleistung. Die Bahnfahrt erinnerte etwas an den Brünig oder so. In Kuranda wartete auf uns eine Touristenmeile: Souvenier-Shops neben Schmuckläden, etliche Angebote um Tiere zu sehen bis hin zu Deutscher Wurst inkl. Sauerkraut. Christine steuerte sofort den ersten Schmuckladen an, hier gab es Opale und Versteinerungen und wir lernten Emmerich Schlosser kennen. Der Mann war mal Direktor im Haus des Meeres in Wien und schaffte es uns mit Teilen seiner Lebensgeschichte zu faszinieren. Und die Steine welche er verkauft sind auch ganz hübsch. Dann gab es Wurst, Glace und Spielplatz, nebst einem Bummel durch die Souvenierläden, wo unter anderem 2 Känguruhs ein neues Zuhause wollten.

Von Kuranda aus gibt es eine 7.5 km lange Gondelbahn, welche über den Regenwald hinschwebt. Unterwegs kann man 2 Stopps mit kurzen Spaziergängen durch den Urwald machen. Die Aussicht über die Gegend und auf das Dach des Weltnaturerbe-Regenwaldes ist wirklich schön.

Am nächsten Tag war ausschlafen und aufräumen angesagt, aber auch erholen, spielen, waschen… Die Girls wachten zwar früh auf, kuschelten dann aber noch 2 Stunden unter die Decke, so dass wir wirklich mal ausschlafen konnten. Dann liessen wir uns viel Zeit mit dem Morgenessen, bevor wir mal eine erste Aufräumaktion starteten. Unglaublich, wie viele Geschenke und Goodies man so in 2 1/2 Monaten von Mc D, in Kinderüberraschungen und von Fluggesellschaften so bekommt. Die Mädchen sortierten und schnippelten, Christine sortierte Kleider aus und Hansruedi machte Karten und Tagebuch.

Papi musste dann noch die ganz grosse Go-Kart- Runde durchstehen. Lag sicher daran, dass dann der Mittagsschlaf danach so gut klappte.

Christine verbrachte dann zwei Stunden auf dem Spielplatz, bevor es - schon wieder - Spaghetti gab. Auch im Küchenschrank lässt sich das Ende unserer Reise ablesen...

Am Dienstag waren wir früh am Frühstück, um 7.10 Uhr wurden wir von Aby, unserer Tourguide abgeholt. Heute dauerte das Abholen der Tourteilnehmer nur 30 Minuten, dann fuhren wir nach Port Douglas, wo nochmals fast ein Dutzend Leute abgeholt wurden. Nach einem kurzen Tee-Stopp waren wir am Ufer des Daintree-Flusses. Hier bestiegen wir ein Boot und machten eine Stunde lang eine Fahrt um Krokodile und andere Tiere zu sehen. Ohne grössere Probleme sahen wir 2 ausgewachsene Exemplare und 2 Babys. Ansonsten noch ein paar Vögel, die erhofften Pythons zeigten sich nicht, was vor allem, Hansruedi extreeeeem schade fand.

Weiter ging es durch den Daintree Nationalpark, der als der weltweit älteste Regenwald gilt. Hier unternahmen wir eine kurze Wanderung auf einem ausgebauten Pfad, bevor wir Cape Tribulation erreichten. Hier, wo der Entdecker Cook wochenlang sein Schiff flickte sollte der nördlichste Punkt unserer Australientour sein. Nach einem einfachen Zmittag ging es weiter zu einem Glaceladen, wo jederzeit 26 Sorten Glace vorhanden sind, einige mit ziemlich exotischen Zutaten wie Ingwer und Kardamom. Frisch versorgt genossen wir den Alexandra-Aussichtspunkt und überquerten den Daintree mit der Fähre. Von hier fuhren dann in die Mossman-Gorge. Hier haben Aboriginals ein Besucherzentrum eingerichtet. Tom, einer der aborignial -Rangers erklärte uns in 10' ein paar kurze Details dann fuhren wir per Shuttle-Bus in die Schlucht. Ein kurzer Spaziergang brachte uns dann an den Fluss, wo es sich die Girls nicht nehmen liessen, zwischen den riesigen, abgerundeten Felsen zu Plantschen. Dann war schon wieder die Rückfahrt angesagt, welche uns die sehr schöne Küste entlang führte. Insgesamt zwar ein anstrengender Tag, oft hätten wir uns auch an den einzelnen Stopps etwas mehr Zeit gewünscht, aber auch hier stellen wir fest, dass wir leider viel zu wenig Zeit haben 'alles' in Ruhe zu sehen.

Vor 68 Tagen hatten wir Dusty in Adelaide in Empfang genommen, heute hiess es nach nach ca. 7696 km in Cairns Abschied nehmen. Inzwischen hatte jedes Ding seinen Platz gefunden und alles wieder auszuräumen war eine ganze Menge Arbeit. Zum Glück fanden diverse Sachen, die wir angeschafft hatten und nicht nach Hause nehmen konnten, bei einer benachbarten Familie auf dem Campingplatz einen Abnehmer. Um 11 Uhr hatten wir des geschafft: alles Gepäck wär wieder in Koffer, Taschen und Rucksack verstaut, die “Küche” geräumt, Dusty geputzt und wir abreisefertig. Wir fuhren zum gebuchten Hotel in der Stadt, luden unser Gepäck aus und wärend die Damen eine Weile im Hotel herumfläzten, brachte HR Dusty retour zum Vermieter. Anschliessend war Mittagsschlaf - der gestrige lange Tag hat Spuren hinterlassen - und ein Runde im Pool angesagt. Gegen Abend machten wir uns auf Richtung Strand.

Die Esplanade von Cairns, die sich dem Meer entlang zieht, wurde mit grossem Aufwand gestaltet. Spielplätze, Grillstellen, Restaurants und eine Badelagune laden zum Verweilen ein. Wir konnten uns nach langen Diskussionen auf ein balinesisches Restaurant einigen, in dem wir Erwachsenen ein äusserst leckeres süss-scharfes Poulet genossen, während die italienische Kellnerin den Kids Pizza servierte. Morgen geht es nach Fitzroy Island. 


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