Unsere Reise führte uns weiter an die Gold Coast. Diese ist mir ihren über 40 km langen Sandstränden, modernen Wolkenkratzern und Vergnügungsparks sozusagen Queenslands Antwort auf Florida. Sie hat in ihrem Hinterland aber auch noch versteckte Reize zu bieten und so besuchten wir zuerst einmal den Dorrigo Nationalpark. Die Anreise war einerseits durch etliche Baustellen erschwert – offenbar wird die A1 der Küste entlang so ziemlich auf der ganzen Strecke ausgebaut - andererseits führten die letzten vierzig Kilometer von 26 auf rund 750 müM hinauf und das mit gefühlten 777 Kurven…

Der Dorrigo Nationalpark schützt einen Regenwald, der Pflanzen enthält, welche schon zur Zeit der Dinosaurier existierten. Zudem gibt es hier einen Spazierweg, der durch die Baumwipfel führt. Dieser ist zwar nur gerade 70 m lang, bietet aber eine tolle Aussicht. Tier haben wir aber keine entdeckt. Anschliessend machten wir einen Spaziergang durch ein Stück des Regenwaldes, aber auch hier zeigte sich abgesehen von einigen Vögeln keiner der Bewohner.

Am nächsten Tag war Byron Bay unsere erste Station. Ein nettes Dörfchen, ein wenig Hippies, ein wenig Surfer und der östlichste Punkt vom Kontinent. Den Leuchtturm sahen wir nur im Vorbeifahren, es wollten drum noch ein paar Dutzend andere Leute hin und der nächste für unseren grossen Dusty geeignete Parkplatz war ziemlich weit weg. Stattdessen machten wir ein Picnic am breiten Strand, das Wasser war zum ersten Mal nicht soooo kalt und die Sonne wärmte richtig freundlich. Nur ungern fuhren wir weiter, aber eben, Seaworld lockte… Am späteren Nachmittag waren wir dort und stürzten uns 2 ½ Tage lang ins Vergnügen.

Warum so lange? Nun, wenn man einfach so ins Seaworld will, ist das mit rund 300.- pro Familie und Tag recht teuer. Kommt noch der Camping dazu… Macht man hingegen ein Paket für 2 Nächte im Hotel so kommt das nur ein paar Franken teurer, und man kann dann gleich an 3 Tagen ins Seaworld… Uns hat sich diese Logik nicht so recht erschlossen, aber sei es drum, man muss nicht immer alles im Leben verstehen.

Nach dem Frühstück durften die Girls als erstes mal Boots knuddeln. (Dora und Boots von Nickelodeon TV- wer Kinder hat wird sie wohl kennen…). Dann haben wir den Tag bei Seelöwenschau, Dora-Show und am Haifisch-Aquarium verbracht. Der ganze Park dreht sich ja um die verschiedenen Meeresbewohner. Da kann man dann Rochen, Seeigel und Seegurken streicheln, Eisbären unter und über Wasser beim Spielen sehen, ein tropisches Riff samt ziemlich grossen Haien besuchen (und auch im Glasboden-Gummiboot über die Hailagune schippern). Daneben hat es auch einige Achterbahnen. Als Hotelgäste kamen wir in den Genuss die exklusive Delfin-Trainingsstunde besuchen zu können. Danach fuhren wir zwei Runden auf den Wasser-Schlachtschiffen. Da fährt man einen Rundkurs und jede Person auf den Schiffen hat eine grosse Wasserpistole. Dazu hat es auch am Land noch ein gutes Dutzend Spritzen. Glücklicherweise waren so früh am Morgen noch kaum andere Leute da, trotzdem waren wir danach alle in unterschiedlichem Grad nass. Wenn alle Spritzen besetzt sind bleibt kein Fetzen Tuch trocken. Dann ging es in die Delfin-Show, wir sahen die Spongebob - Parade, Stuntmänner auf Jetskis, Pinguine,… Kurz - ein weiterer Tag voller Fun, Wasser, Tiere, Schleckereien und komplett überrissenen Essenspreisen…

Nur eine Stunde Autofahrt nördlich vom Seaworld befindet sich Queenslands Hauptstadt Brisbane. Unsere Lust auf eine Stadtbesichtigung hielt sich in Grenzen und so liessen wir es ruhig angehen: Ein Spaziergang zum Flussufer des Brisbane Rivers, eine Fahrt auf dem Fluss, ein Bummel entlang der Southbank, einem hübsch zurechtgemachtes Gebiet, mit vielen Restaurants, einem Riesenrad sowie einer ganzen Anzahl künstlicher Schwimmbecken und Wasserspiele. Im Sommer ist das sicher toll, uns war es ehrlich gesagt etwas zu kühl, vor allem wegen dem Wind. Die Mädchen hielten immerhin die Füsse rein. brrrr….Beim Riesenrad trafen wir uns dann mit Tina, welche vor 9 Jahren mit Hansruedi auf einer Schlittenhundetour gewesen war. Etwas später kam dann auch noch Tinas Kollegin Beth dazu, welche ebenfalls auf der Schlittenhunde-Tour war. Wir verbrachte ein paar lustige Stunden, dann liess es sich Tina nicht nehmen uns bis auf den Camping zu chauffieren. Danke für alles!


Back to top